Green-Yoga: Leidenschaftlich ökoyogisch

Mit Leidenschaft ausgeführt, werden Handlungen intensiv. Ihre Hitze lässt uns ausdauernd Yoga üben und motiviert uns, bequeme Gewohnheiten konsequent zu hinterfragen. Tapas nennt die Yogaphilosophie dieses Prinzip, es ist eines der fünf Niyamas. Für Green-Yoga ist es besonders wichtig. Buchautor und Yogalehrer Hardy Fürch erläutert, warum.

Übung macht den Meister. Diese Weisheit gilt für alle Fähigkeiten, die wir erwerben wollen. Auch in der Hatha-Yoga-Praxis geht eigentlich nichts ohne dauerhaftes Einüben. Gerade hier bemerken wir, dass wir schon mal die „Komfortzone“ verlassen müssen, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Aber was ist diese Mühe schon gegen das schöne Erlebnis, dann tatsächlich mal längere Zeit zum Beispiel im „Hund“ die Energie fließen zu spüren, ohne dass Rücken und Arme gleich rebellieren?

Um dort hinzukommen, benötigen wir allerdings genügend (innere) „Glut“ beziehungsweise „Hitze“, Sanskrit „Tapas“. Dieses innere Feuer ist auch beim Niyama Tapas, intensives Üben, gemeint. Denn Trägheit, Bequemlichkeit, Unlust – diesen uns gut bekannten Regungen können wir am besten durch ein kontinuierliches Übungsprogramm, eben mit Tapas, begegnen.

Ökoyogisch betrachtet heißt das vor allem, alte Muster und Gewohnheiten, die uns und unserer Mitwelt schaden können, immer wieder zu hinterfragen – und zu verändern. Dafür brauchen wir viel inneres Feuer. Das lässt sich sehr gut in einer intensiven Hatha-Yoga- und Meditationspraxis entfachen.

Diese innere Energie könnten wir ebenso öko-yogisch nutzen und uns beispielsweise mit Tatkraft und umsichtiger Gelassenheit für eine wirklich nachhaltige Stromproduktion oder für ein Umdenken bei ökologisch zweifelhaften Großprojekten zu engagieren.

Der nächste Green-Niyama heißt Samtosha, Zufriedenheit.

Hardy Fürch

Artikelbild: Besondere Begegnung beim Blick ins Feuer  © pixelspin 

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