Asana des Monats: Utthita-Hasta-Padangushtasana und Santosha

Utthita Hasta-Pandangusthasana ist im Yoga eine klassische Gleichgewichtshaltung, bei der das Spielbein nach vorne oder zur Seite ausgestreckt wird. Diese Haltung erfordert ein gewisses Maß an Stabilität, Balance, Flexibilität und Leichtigkeit. Es gibt Tage, an denen sich diese Qualitäten zeigen. Es gibt jedoch auch Tage, an denen wir uns fern dieser Eigenschaften fühlen. Was dann?

Santosha bedeutet Zufriedenheit. Das zu-frieden oder in-Frieden sein mit uns und den Situationen, so wie sie sind. Zufriedenheit bedeutet, den Kampf mit sich und den Dingen zu entspannen. Zufrieden zu sein, wenn das Leben so läuft wie wir wollen, ist nicht so schwer. Können wir aber auch zufrieden sein, wenn nicht alles so glatt läuft?

Um in Utthita Hasta-Pandangusthasana (Utthita bedeutet gestreckt, Hasta die Hand, Padangustha der grosse Zeh) – wie in jeder anderen Situation – wahre Zufriedenheit zu erleben, können uns folgende Qualitäten unterstützen: Mit Sanftmut beginnen wir, uns und die Situation wahrzunehmen, wie sie in dem Moment ist; wacklig, flexibel, ungelenkig, stabil oder was auch immer. Mit einer freundlichen Herangehensweise bemerken wir, was gerade in unserem Körper und Geist vor sich geht. Dann kann uns "Jetztheit" helfen. Jetztheit bedeutet, sowohl jedes einzelne Detail zu sehen als auch die Geräumigkeit des Raumes wahrzunehmen. Weitere Eigenschaften auf dem Weg zu Santosha sind Neugierde und vor allem Wertschätzung uns und allen Erfahrungen gegenüber. Ein Teil dieser Wertschätzung ist, den Dingen Raum zu geben, zum Beispiel den Ausgleichsbewegungen im Fuss, der Möglichkeit umzufallen und wieder aufzustehen. Wenn wir eine Kuh in einen Aufzug sperren, bekommt sie Angst und Furcht. Wenn wir der Kuh eine grosse saftige Wiese geben, hat sie Platz und Raum.

Viel Glück!

Detlev Alexander