Krishnamacharya

Svatantra

Svatantra, sanskrit, bestehend aus „sva“ für eigen, selbst (auch: Seele) und „tantra“, „Weben, Werkzeug, Technik“, bedeutet wörtlich: „mein eigenes Werkzeug sein“. Für das Yogaverständnis vieler Yogaschulen steht es im Zentrum der Yogapraxis.

Für Yoga-Nerds: Yoga als „transnationales“ Projekt

Es gibt eine sehr beliebte Art, Yoga zu erklären, und die geht so: Die Methode ist viele tausend Jahre alt, kommt aus Indien und bringt „Körper, Geist und Seele“ in Einklang. Das stimmt nur halb. Sie ist erst gut hundert Jahre alt, entstand im Zusammenspiel von Ost und West und ihr Nutzen ist Auslegungssache. Auch das ist wahr, wie Mark Singletons in seiner präzisen Studie „Yoga Body“ zeigt.

Flow

Flow, englisch für Fluss, Bewegung oder Verlauf, ist einer der beliebtesten Begriffe des heutigen Yoga und bezeichnend für die charakteristische Qualität eines dynamischen Übungsstils.

Buchtipp: Herz-Yoga von Mark Whitwell

Mit dem Frühling kommt auch der Yogalehrer Mark Whitwell regelmäßig für Workshops nach Deutschland, dieses Jahr kann man ihn in München und Frankfurt erleben, auf dem Line-Up der Yoga Conference Germany fehlt er dagegen. Dann nutzen wir die Zeit eben für die Lektüre seines Buches „Herz-Yoga“. Ein, verglichen mit der üblichen Yogaliteratur, mehr als ungewöhnliches Buch.

Interview: Shubha und Sribhashyam über ihren Vater Krishnamacharya

Sechs Kinder hatte der Yogameister T. Krishnamacharya, der mit seiner Schule die Grundlage für viele moderne Yogastile legte, darunter auch die im Westen beliebten Vinyasa-Stile wie Jivamukti und Vinyasa-Flow. Die Kinder wuchsen in einer Umgebung auf, in der Yoga ganz selbstverständlich war, unter ihnen auch Shribhashyam und Shubha. Sie besuchten anlässlich der Kinopremiere der Dokumentation „Der atmende Gott“ Berlin – eine Gelegenheit für uns, mit ihnen über ihren Vater, Vinyasa und das Wesen des Yoga zu sprechen.

Godfather of Yoga: Dankeschön an Krishnamacharya

Viele moderne Yogastile stehen in seiner Tradition: Ohne Tirumalai Krishnamacharya gäbe es kein Vini-Yoga, Asthanga oder Iyengar-Stil, kein Jivamukti- und Power-Yoga. Deshalb hört man auch immer wieder in Workshops die wärmste Empfehlung, sich diese Aufnahmen aus den 30er Jahren anzusehen, die Krishnamacharya beim Üben zeigen. Und man kann sie sich immer und immer wieder ansehen – diese katzenhafte Leichtigkeit, diese lebendige Neugier, Auseinandersetzung und intime Freundschaft mit dem eigenen Körper sind eine Inspiration, die man sich jeden Tag abholen kann. Gleichzeitig sind sie ein Trost: Indische Körper sind einfach biegsamer als die der Westler. Aber darum geht es eben gerade nicht. Das zeigt mit seiner Praxis dieser Mann, dem wir heute mal danken wollen.